Manuel Aeberli

Manuel Aeberli

Derbysieg gegen die Renegades

Sieg im Derby gegen die Renegades

Die Winterthur Warriors gewinnen das Derby gegen die Zurich Renegades und rücken in der Tabelle auf den vierten Rang vor.

Vor dem Spiel am Samstag lagen die Warriors mit 0:3 Siegen am Ende der Tabelle in der NLA. Die drei Niederlagen kassierte man gegen die amtierenden Meister Calanda Broncos, die Vizemeister Bern Grizzlies und gegen die Aufsteiger Thun Tigers. Diese drei Teams belegen auch nach dem insgesamt sechsten Spieltag die Plätze 1 – 3 in der Rangliste. Am anderen Ende wie erwähnt die Winterthur Warriors und die ebenfalls noch sieglosen Zurich Renegades. Man durfte also gespannt sein, welches Team am Ende des Tages den ersten Sieg für sich verbuchen könnte.

“Make or break” – entweder man gewinne dieses Spiel oder man müsse sich ernsthafte Gedanken machen in Winterthur. So zumindest lauteten die Aussagen von Football-Experten in der Schweiz. Den hohen Ambitionen der Warriors mit dem Ziel “Top-3” konnte das Team bislang nämlich nicht gerecht werden. Ein Sieg gegen Zürich war also Pflicht. Und es wäre die richtigen Reaktion auf die Kritik der letzten Wochen.

Auf diese Reaktion musste das Winterthurer Publikum aber überraschenderweise warten. Zuerst konnten die Zurich Renegades punkten. Ein schöner Laufspielzug verhalf den Zürchern zu den allerersten Punkten der Saison überhaupt. Die erwartete Reaktion der Warriors blieb im ersten Spielabschnitt aus. Folgte aber im zweiten Viertel: Timo Hager verwandelte ein 30-Yard-Field Goal und verkürzte zum Halbzeitstand von 3:6. Der Spielverlauf wurde stark vom Wetter bestimmt. Zwischenzeitlich flutete Starkregen das Spielfeld, an ein Passspiel war nicht zu denken. Doch mit der Halbzeit stoppten auch die Regenfälle…

Zu Beginn des dritten Viertels stand die Renegades Offense wenige Meter vor der eigenen Endzone und der Zürcher Quarterback versuchte mit einem Run aus der Gefahrenzone zu gelangen. Das gelang ihm zwar, jedoch konnte der Winterthurer Verteidiger Reto Fässler den Ball aus den Händen des Läufers schlagen. Dario Kolb sicherte den Ball an der 5-Yard-Linie. Damit wechselte das Angriffsrecht zu den Warriors. Leon Simioni nutzte die Chance und erreichte mit einem kurzen Run in die Endzone. Mit dem Touchdown übernahmen die Warriors zum ersten Mal die Führung. Aus fast derselben Position gelang Leroy Rümmeli kurz darauf ein nächster Touchdown und die Warriors konnten ihre Führung auf 10 Punkte ausbauen, die 2-Point-Conversion misslang.

Im letzten Viertel machten es die beiden Teams wirklich spannend. Zuerst wurde ein Touchdown der Warriors aberkannt, danach konnten die Renegades einen Ball an der eigenen 1-Yard-Linie abfangen. Um nur kurz darauf die Warriors Offense wieder durch eine Interception aufs Feld zu bringen. Rümmeli warf einen 30-Yard-Pass in die Endzone auf Timo Hager worauf die Warriors nun mit 22:6 in Führung lagen. Doch die Renegades gaben nicht auf: Wenige Minuten vor Schluss verkürzten sie auf 22:14. Aber die Warriors kontrollierten das Spiel und die Uhr und brachten den verdienten Sieg ins Ziel.

Die Warriors nahmen in diesem Spiel auf einigen Positionen Wechsel vor: Am auffälligsten war sicherlich der überraschende Entscheid, dass Leroy Rümmeli das ganze Spiel als Quarterback durchspielen sollte. In der Offensive Line fehlte Importspieler Paul Minzeni, der sich in der Woche zuvor eine Hirnerschütterung zuzog. Cédric Peter fehlte auf der Running Back Position. Dafür war Alex Meier als Receiver zurück und erweiterte die Möglichkeiten für das Passspiel sowie als Punt Returner.

Damit gingen die Winterthurer Football zum ersten Mal in diesem Jahr als Sieger vom Platz. Sie gaben damit nicht nur den Platz 7 ab, sondern stossen auf Rang 4 vor und verdrängen dort die Geneva Seahawks. Diese gingen am Sonntag in Thun sang- und klanglos unter. Gegen eben diese Seahawks müssen die Warriors am kommenden Sonntag auswärts in Genf spielen. Die Seahawks sind nicht mehr vergleichbar mit dem Team der letzten Jahre. Mit dem Weggang des Cheftrainers und vielen Abgängen von Top-Spielern können die Genfer in diesem Jahr nicht mehr mithalten. Angesichts der bisherigen Resultate dürfte dieses Spiel für die Warriors wegweisend sein. Für die Platzierung in der Rangliste ist das Spiel sogar entscheidend: Da man aufgrund des Spielplans nur einmal gegen Genf spielt, muss man dieses Spiel gewinnen um sich einen Vorteil in der Klassierung zu verschaffen. Um in Genf als Sieger vom Platz gehen zu können, wird eine weitere Steigerung nötig sein.

Winterthur Warriors vs. Zurich Renegades 22:14 (0:6 / 3:0 / 13:0 / 6:8)
Stadion Deutweg, 600 Zuschauer

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