Manuel Aeberli

Manuel Aeberli

Grossartige Aufholjagd wurde nicht belohnt

Im Rückspiel gegen die Thun Tigers unterliegen die Warriors in der zweiten Overtime mit 21:24.

Das Hinspiel in Thun hatten die Warriors deutlich verloren. „Das Team war sich zu sicher, dass man gegen den Aufsteiger gewinnt und wurde überrascht“ mutmasste man damals. Die Thun Tigers sind viel stärker einzustufen als alle Aufsteiger der letzten Jahre. Trotzdem gab es eine präsidiale Schelte was zum damaligen Zeitpunkt mit Sicherheit richtig war. Am vergangenen Samstag zogen die Warriors dann auch anders eingestellt in die Schlacht gegen die Tigers. Man wollte den gefürchteten Run der Tigers stoppen und wusste, dass das Passspiel nicht unbedingt die Stärke der Tigers war. Thun konnte in Führung gehen, blieb stark aber deutlich blasser als in den Spielen gegen die anderen Gegner.

Aufholjagd im letzten Viertel

Zum Beginn des letzten Viertels stand es schliesslich 0:14 aus Winterthurer Sicht. Nun zündeten die Warriors ein regelrechtes Feuerwerk. Die Offense war wie ausgewechselt und erzielte Yard um Yard. Das Laufspiel funktionierte sehr effizient, die Pässe kamen an und man kämpfte sich fortlaufend über das Feld. Natürlich waren die Tigers darauf bedacht, dass die Zeit möglichst rasch verrinnt. Aber solange die Warriors den Ballbesitz kontrollierten, waren sie es, die den Takt angeben konnten. Und so schafften die Warriors den Anschlusstouchdown und verkürzten auf 7:14. Die Tigers wirkten nun angespannter und nervöser. Sie mussten das Angriffsrecht ohne eigene Punkte zu erzielen wieder abgeben. Und die Warriors schafften das fast Undenkbare. In der Schlussphase des Spiels konnten die Winterthurer auf 14:14 ausgleichen und die Tigers in eine Overtime zwingen.

Overtime!

Die Overtime mit College-Regeln verlangen, dass beide Teams jeweils abwechselnd eine Chance auf einen Touchdown haben. Gestartet wird an der 25 Yard-Linie mit den üblichen vier Versuchen. Die Tigers erreichten in der Tat daraus einen weiteren Touchdown. Und die Warriors legten nach und glichen wieder aus. Wieder waren die Tigers im Angriff und mussten sich mit einem Field Goal begnügen. Ebenso erging es auch den Warriors, sie schafften es nicht, die notwendigen Yards für ein neues First Down zu überbrücken und entschieden sich ebenfalls für ein Field Goal. Der Winterthurer Kicker scheiterte aber leider an der nicht ganz idealen Feldposition.

Belohnung blieb aus

Die starke Aufholjagd der Warriors wurde nicht belohnt. Das Team hat am Samstag aber gezeigt, dass es viel näher an den Top-4-Teams der Schweiz ist als die bisherigen Resultate es vermuten liessen. Es waren am Schluss individuelle Fehler, welche den Tigers Raumgewinn und zusätzliche Versuche beschert hatten. Und diese machten den Unterschied. Die Playoffs sind noch nicht ganz verloren – es besteht rechnerisch immer noch einen Chance, dass man bis auf den vierten Platz vorstossen könnte. Dazu braucht es jedoch zwei Siege in den noch verbliebenen Heimspielen in Winterthur und Schützenhilfe der Gegner der Warriors.

Das nächste Heimspiel findet bereits am kommenden Samstag um 18.00 Uhr gegen die Basel Gladiators statt. Türöffnung ist um 17.00 Uhr. Tickets gibt es auf warriors.ch/tickets

Bild: Michelle Brügger / szenemagazin.ch

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