Manuel Aeberli

Manuel Aeberli

Warriors mit durchzogenem Saisonstart

Die Winterthur Warriors haben gestern mit der Partie gegen die aktuellen Vizemeister Bern Grizzlies die neue NLA-Saison lanciert. Ein durchzogenes zweites Quarter mit 20 Gegenpunkten bildete die Grundlage für die 6:34 Niederlage. Rund zwei Stunden vor dem NLA-Spiel konnten die arg ersatzgeschwächten U19-Junioren einen verdienten 14:6 Sieg über die Argovia Pirates verbuchen. Sportlich bleibt den Winterthur Warriors zumindest ein Sieg aus den zwei Startpartien. Mindestens so erfreulich wie der Sieg der Junioren war die hohe Zuschauerzahl an beiden Spielen. Insgesamt fanden rund 670 Zuschauer den Weg ins Deutweg-Stadion (U19: 150, NLA: 520). Damit knüpft man an die Zuschauerzahlen vor der Pandemie an. 

Guter Start in die erste NLA-Halbzeit

Eigentlich verlief der Start ins Spiel für die Warriors nach Mass. Im ersten Spielviertel kontrollierten die Warriors mit ihrer sehr aggressiven Defense die Angriffsbemühungen der Berner. Leroy Rümmeli, der nach seiner bisherigen Juniorenkarriere bei den Warriors zum ersten Mal offiziell mit der ersten Mannschaft auflaufen durfte, erzielte den ersten Touchdown der Saison. Er fing einen weiten Pass von Quarterback Richard Wartmann und brachte den Ball in der Endzone unter. Den Ausgleich erzielten die Bern Grizzlies mit enorm viel Glück zu Beginn des zweiten Viertels: Quarterback Clark Evans verlor den Ball auf dem Weg in die Endzone, jedoch konnte sich ein Berner Angreifer auf den in der Endzone liegenden Ball werfen. Die Grizzlies konnten daraufhin bis zur Halbzeit zwei weitere Touchdowns erzielen. 

Harziger zweiter Durchgang

Nicht ganz unbekannt für Winterthur: Der Start in die zweite Halbzeit gelingt äusserst selten. Die Adjustments der Bern Grizzlies zum Start des dritten Viertels waren offensichtlich besser als die Anpassungen auf Seiten der Warriors. Die gesamte Restspielzeit kontrollierten die Bern Grizzlies das Spiel und vor allem die Warriors Offense. Die Offensive Line wurde zwar noch verstärkt, aber durch Ausfälle in der Woche vor dem Spiel sowie ersten Verletzungen während dem Spiel, fehlte dann doch das eine oder andere Kilo. Auch in der Defense musste man im Verlauf des Spiels umstellen: Routinier Lars von Känel musste verletzt vom Platz – ob er auf das Spiel gegen Thun in zwei Wochen zurückkehren kann ist ungewiss. Die Grizzlies nutzten die sich bietenden Chancen und erzielten pro Quarter noch einen weiteren Touchdown zum Schlussresultat von 6:34 aus Sicht der Warriors.

Das Resultat entspricht dem Spielverlauf auch wenn es möglicherweise ein Touchdown zu hoch ausgefallen ist. Insbesondere im ersten und zweiten Viertel wäre mehr dringelegen. Beide Teams haben enorm viele Fehler gemacht und beide haben mehr als ein Geschenk an den Gegner gemacht. Am Schluss war es die starke Berner Abwehr und der Quarterback der in den entscheidenden Momenten den Unterschied gemacht haben.

Winterthur Warriors vs. Bern Grizzlies 6:34 (6:0 / 0:20 / 0:7 / 0:7)
Stadion Deutweg, Winterthur – 520 Zuschauer

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U19 mit Minimalkader zum Sieg über Argovia

Bereits um 14.30 starteten die beiden U19 Teams der Warriors und der Argovia Pirates in die neue Saison. Eine wichtige Änderung auf die neue Spielzeit war die Änderung der Spieldauer. Während man in den vergangenen Jahren jeweils 10-Minuten Quarter gespielt hatte, konnte man sich auf Verbandsstufe endlich dazu durchringen, für die U19 die College-Regeln zu übernehmen und auch 12 Minuten pro Viertel zu spielen. Da dadurch die gesamte Spieldauer ebenfalls verlängert wird, müssen die Abstände zwischen den Spielen der U19 und der Herren erhöht werden. Deshalb beginnen die Juniorenspiele künftig um 14.30 Uhr bei Samstagsspielen bzw. die Herren-Spiele erst um 14.30 Uhr bei Partien am Sonntag.

Diese 8 Minuten längere Spieldauer dürfte für die beiden Teams jedoch nicht die Herausforderung gewesen sein. Auf Seiten der Warriors kämpft man mit einem sehr knappen Kader. Die Corona-Jahre haben deutliche Spuren hinterlassen und ähnlich wie in anderen Vereinen, haben sich verschiedene Jugendliche lautlos aus dem Sport verabschiedet. Deshalb mussten die Warriors mit einem Minimalkader an den Start gehen. Für die Argovia Pirates dürfte die Umstellung auf das schnellere und höhere Level in der Elite League sicherlich eine Herausforderung darstellen – sie war aber kau spürbar. Auch die Kaderprobleme der Warriors waren auf dem Feld nicht offensichtlich. Die beiden Teams lieferten sich ein typisches Startspiel, mit dem einen oder anderen Fehler, welche auf Nervosität oder noch fehlende Abstimmung zurück zu führen waren. Trotzdem zeigten die Mannschaften ein attraktives Spiel vor rund 150 Zuschauern. Die Warriors konnten den Sieg schlussendlich nicht ganz unverdient in Winterthur behalten.

Winterthur Warriors vs. Argovia Pirates 14:6
Stadion Deutweg, Winterthur, 150 Zuschauer

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