Manuel Aeberli

Manuel Aeberli

Zwei schwere Niederlagen in Thun

Die Winterthur Warriors schaffen es auch im zweiten Spiel des Jahres nicht, richtig Tritt zu fassen. Das NLA-Team muss beim Aufsteiger Thun Tigers eine 20-35 Niederlage hinnehmen. Die U19-Elite Junioren konnten nicht an die Leistung vom Auftaktspiel anknüpfen: Sie gingen gleich 8:48 unter.

Die Thun Tigers machten in etwa dort weiter, wo sie im dritten Viertel gegen die Calanda Broncos aufgehört hatten. Mit  ähnlichen Pass-Spielzügen überwanden sie die Warriors Defense dreifach zum Touchdown. Dazwischen konnten die Warriors bis zur Pause lediglich einmal die Endzone erreichen – blieben aber ohne Extrapunkte.

Die Warriors fielen einmal mehr mit Inkonsistenz auf. Eine Schwäche, welche dieses Team schon seit Jahren verfolgt. Weite Pässe und gelungene Catches wechselten sich mit leichtfertig verpassten oder schlecht geworfenen Bällen ab. Das Running Game war über weite Strecken nicht sichtbar. Quarterback Richard Wartmann musste immer wieder passen. Im Vergleich zum ersten Spiel hielt die Offensive Line ein wenig besser, konnte aber mehrfach QB sacks nicht verhindern. Im letzten Viertel konnten beide Teams noch je zwei Touchdowns erzielen, schlussendlich blieben die Tigers aber mit 35:20 die siegreiche und auch bessere Mannschaft.

Wenn der Gastgeber Geschenke macht, dann soll man sie annehmen. Die Warriors schienen aber heute auch hier nicht konsequent genug bei der Sache zu sein und liessen die entsprechenden Angebote liegen. Strafen gab es im Vergleich zum ersten Spiel kaum – aber trotzdem schenkten die Warriors den Thunern mit 4 Personal Fouls 60 Yards an Raumgewinn. Thun kassierte neben zwei 5-Yard-Strafen lediglich eine 15er. Auch solche vermeintlichen Details machen den Unterschied aus.

Nach zwei Runden stehen die NLA-Footballer aus Winterthur noch ohne Sieg da. Und müssen ausgerechnet am kommenden Ostermontag nach Chur zum amtierenden Meister Calanda Broncos fahren. Nach dem Startspiel gegen die Vizemeister Bern Grizzlies folgt also ein weiterer, sehr schwerer Brocken. Die Warriors konnten in den letzten Jahren in Chur nie gewinnen, allenfalls hilft es dem Team von Trainer Guillermo Daruich, dass das alte Stadion Ringstrasse dem Boden gleich gemacht wird und man nun in einem provisorischen Stadion mit 500 Sitzplätzen spielen wird. Um in Chur bestehen zu können bedarf es aber einer deutlichen Steigerung zu den vergangenen beiden Spielen.

Thun Tigers vs Winterthur Warriors
Lachen-Stadion Thun, ca. 250 Zuschauer
35:20 (14:6 / 7:0 / 0:0 / 14:14)

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