Warriors Newsredaktion

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Warriors unterliegen dem Schweizermeister

Der Stadionspeaker in Chur hat von einem Klassiker gesprochen: Die Winterthur Warriors sind das Team, gegen welches die Calanda Broncos am häufigsten gespielt haben – so zumindest sagt man das auch in der Szene. Denn in den letzten Jahren trafen diese beiden Teams jeweils dreimal pro Saison aufeinander, begründet durch die ewig gleiche Rangliste zum Abschluss der Regular Season.

Vom Winde verweht

Spiele in Chur waren und bleiben für die Warriors keine angenehmen Spiele. Neben dem starken Gegner trifft man nun im neuen Stadion auf einen weiteren Gegner: Den Wind, der durch das Rheintal fegt. Aber dieser beeinflusst schlussendlich das Spielgeschehen auf beiden Seiten – für die Zuschauer wird es aber trotzdem nicht angenehmer. Wenn man bei den Zuschauern bleiben will: Die Spiele zwischen diesen beiden Teams bringen zumeist auch viele Punkte aufs Tableau. Das war schon immer so, die letzten Jahre ziehen aber die Warriors jeweils den Kürzeren. Dies galt auch für den Ostermontag. In einem abwechslungsreichen Spiel unterlagen die Warriors mit 6:34 und blieben damit klar hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Warriors von Beginn an mit Ersatzleuten

Nachdem die Broncos im ersten Spiel gegen die Thun Tigers Mühe bekundeten, war man in Winterthur überzeugt, dass man  mehr ausrichten könnte. Was aber war passiert? Den Warriors fehlte ein grosser Teil des Receiver Korps. Und weil auch Starting Quarterback Richard Wartmann noch an einer Verletzung aus dem Spiel in Thun litt, musste der bislang erfolgreichste Receiver, Leroy Rümmeli, auf die Quarterback Position wechseln. Damit fehlten den Warriors einige Optionen in der Offense.

Die Warriors stellten knapp 30 Mann und setzten dabei auch einige Spieler mit wenig Erfahrung ein. Natürlich fehlte auch dem Bündner Star-Ensemble der eine oder andere Leistungsträger. Aber man muss selbstkritisch anerkennen, dass die Warriors auch gegen ein reduziertes Bündner Kader nicht genügend Chancen herausspielen konnten – und die, die sie bekamen, nicht nutzten oder wegen Flags Punkte aberkannt erhielten. Gleich im ersten Warriors Spielzug überquerte Rümmeli das gesamte Spielfeld und wollte bereits einen Touchdown feiern – als er konsterniert feststellen musste, dass die Punkte aufgrund eines Holdings rund 50 Meter hinter ihm aberkannt wurden.

Trotzdem: Ersatz-Quarterback Rümmeli nutzte seine Chance und spielte eine starke erste Halbzeit. Er konnte viel Raumgewinn selber erzielen wurde aber wegen Fehlern seiner Mitspieler wieder zurückgebunden. Rümmeli ging hohe Risiken ein und bezahlte schlussendlich mit einer Verletzung – er musste kurz vor der Halbzeit verletzt vom Platz. Die vielen Attacken in den vorangegangenen Spielzügen, viele davon unfair und ungeahndet, waren dann doch zuviel für den jungen Spieler in seinem ersten Jahr in der NLA. Somit musste Richard Wartmann trotz verletztem Wurfarm in der zweiten Halbzeit wieder übernehmen. Und auch er zeigte, dass er, wäre er gesund gewesen, hier einen Unterschied hätte machen können. Aber es fehlte ihm sicherlich auch aufgrund der Verletzung an Kraft und Konstanz. Schlussendlich war es Timo Hager, der einen Pass in die Endzone zum Ehrentouchdown für die Warriors verbuchen konnte.

Das Warriors Lazarett füllt sich – was ist los?

Wie bereits angesprochen musste Leroy Rümmeli verletzt vom Feld. Das Lazarett füllte sich weiter: Nicht weniger als vier Spieler konnten das Spiel nicht zuende spielen – selbstverständlich muss man sich hier Gedanken machen, weshalb im dritten Spiel soviele Spieler ausfallen. Alleine mit „schwächerer Physis“ lassen sich Hirnerschütterungen nicht erklären.

So suchte Warriors Präsident Diether Kuhn direkt nach dem Spiel das Gespräch mit den Schiedsrichtern und kommt zum Schluss:

“Die Leistung der Schiedsrichter war heute schlicht ungenügend. Das hatte auf den Ausgang des Spiels keinen Einfluss. Aber eine der wichtigsten Aufgaben der Schiedsrichter auf dem Platz ist dafür zu sorgen, dass vor allem die Spielregeln, die dem Schutz der Sportler dienen, eingehalten werden. Ich muss feststellen, dass diese Schiedsrichter-Crew dem nicht nachgekommen ist. Es gab etliche Griffe ins Gesichtsgitter und an den Helm, bei welchen der Kopf der Spieler regelrecht mitgerissen wurde, es warfen sich noch 2-3 Leute auf den Quarterback, als dieser mit den Füssen voraus slidete, es gab etliche Late Hits auch ausserhalb des Spielfeldes – und nichts davon wurde von den Officials geahndet. Für mich absolut unverständlich.” 

Die Warriors in der Krise?

Das Winterthurer Team steht nach drei Spielen und drei Niederlagen auf Platz 7 der Tabelle. In zwei von diesen drei Spielen stand man jedoch den Finalisten 2021 gegenüber. Diese Spiele müssen nicht, können aber verloren werden. Natürlich hätte man sich mehr erwartet – nun ist es aber so. Wo man sicherlich enttäuscht ist, ist der Ausgang des Spiels in Thun. Gegen den Aufsteiger muss man gewinnen, wenn man einen Playoff-Platz erreichen will. Von einer Krise zu sprechen wäre sicher falsch, aber die Anspannung nimmt nun natürlich zu. Im Hinblick auf die nächste Partie gegen die Zurich Renegades kann nur ein Sieg budgetiert werden. Und dann sind dann noch die Tie-Break-Spiele gegen die Basel Gladiators und die Geneva Seahawks. Weil gegen diese beiden Teams jeweils nur einmal gespielt wird, müssen dort zwingend Siege her. Sonst fällt man bei Punktgleichheit hinter diese Mannschaften zurück. Die Saison ist erst drei Runden alt – in der nächsten Runde könnten bereits erste Vorentscheidungen fallen.

Die Warriors empfangen am 30. April die Zurich Renegades. Bei diesem Derby handelt es sich um das Pink Game 2022. Endlich kann das Benefiz-Spiel der Warriors wieder durchgeführt werden und es wird mit Sicherheit ein heiss umkämpftes Spiel auf dem Deutweg.

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